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Von Disziplinierten, Performern und Abenteurern– Recap zur Conversion Conference

Zum zweiten mal fand in Hamburg die zweitägige Conversion Conference statt. Referenten aus Deutschland, Österreich, England und Amerika gaben Einblicke in Ihre Arbeit und Strategien. Hier ein kurzer Recap zu einigen Vorträge.Conversion_Converence

Der Disziplinierte

Jeffrey Eisenberg, sprach in seiner Keynote von den “21 Geheimnissen” der Conversion Optimierung. Dabei wurde klar, dass Jeffry Eisenberg Conversion Optimierung einfach lebt. Es geht Ihm nicht um einzelnen Aspekte der Optimierung, vielmehr muss jeder Prozess, jede Seite und jeder Link optimiert werden. Nur so wird ein einheitliches und für den Nutzer relevantes Bild erzeugt. Die meisten Webseiten haben kein Traffic sondern ein Conversion Problem. Hier einige seiner Conversion Geheimnisse:

  • Kommuniziere den USP auf jeder Seite und erinnere den Nutzer an dein Angebot, dies gilt nicht nur für eine Landingpage, sondern z.B. auch für den Checkout.
  • Eine Link ist ein Versprechen an den Nutzer welches ich erfüllen muss.
  • Personas sind wichtig, ohne Personas bleibt man unter 10% Conversion Rate.
  • Es geht um das testen von wichtigen Dingen, nicht um pures Testing.
  • Nutze den Social Proof zur Navigation (Kunden lieben die 5-Sterne Produkte).
  • Mach Nutzertests.
  • Führe mindestens 5 Tests im Monat durch.

 

Der Performer conversion_funnel

Gabriel Beck referierte in seinem Vortrag über die grenzenlosen Möglichkeiten von A/B- und Multivariaten-Tests. Durch zahlreiche Praxisbeispielen erhielt man einen sehr guten Einblick in das Thema Testing bei deutschen Unternehmen. Für große Unternehmen gehört Testing bereits zu den Standardprozessen und auch Einsteiger konnten von den gemachten Erfahrungen profitieren:

  • Optimiere deine vollständige Prozesskette und starte nicht erst bei deiner Landingpage.
  • Profitiere auch von den Erfahrungen aus den Kanälen SEA oder SEO.
  • 80% der Umsätze werden über die Top3-Landingpages, nach SEA-Umsätzen, erzielt.
  • Wichtigste Elemente einer Landingpage nach Priorität: Headline, Image, Texte, Formular-Felder.
  • Teste immer mit Hypothesen.
  • Die Erstellung von Hypothesen beansprucht den größten Anteil eines Tests.
  • Ein Ckeckout mit Gast-Zugang verspricht 10% mehr Umsatz.
  • Achte auf statistische Relevant.
  • Teste den ganzen Prozess.
  • Online und Offline müssen zusammenarbeiten.

 

Als einer der Top-Redner des letzten Jahres konnte Dr. Karl Blanks auch in diesem Jahr überzeugen und berichtete über seine sehr pragmatische Herangehensweise an das Thema Conversion Optimierung. Die großen Neuerungen blieben dieses Jahr zwar leider aus. Neue und gute Ansätze gab es trotzdem, ganz besonders der Ansatz des Method Marketing:

  • Teste zuerst die großen Änderungen.
  • Dies bringt mehr, spart Zeit und macht mehr Spaß.
  • Man braucht keine großen Tools um erfolgreich zu optimieren, wichtige ist die Hypothese.
  • Befrage den Kunden und spreche Ihn direkt an. (Warum sind Sie heute hier?, Würden Sie uns weiterempfehlen?).
  • Betreibe Method Marketing, versetzte dich also in deine Kunden.
  • Durchlaufe die Prozesse, mit denen deine Kunden konfrontiert werden. So erfährt man mehr über den eigenen Support oder Bestellprozess.
  • Dann durchlaufe die selben Prozesse bei deiner Konkurrenz.
  • Hier noch eine einfache Anleitung zum User-Testing.
  • Zusätzlich wurden einige kostenlose Conversion Tools vorstellt.

 

Die Abenteurer:

Tim Sebastian und  Curt Simon Harlinghausen sprachen über Facebook und Conversion. Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, dass Facebook Traffic gar nicht so einfach konvertiert und eher als unverbindlicher Kundenkontakt zu sehen ist. So schaut der Nutzer bei Social Media eher zufällig vorbei, wohingegen er bei Google konkret nach Informationen sucht. Facebook überzeugt jeden Webseitenbetreiber aber mit einer unglaublichen Masse an aktiven Nutzern, die man für sich gewinnen kann:

  • Eine Fake-Seite, wie “Nur Chuck Norris kann sehen wer auf deinem Profil war” gewinnt in 2 Monaten über 200.00 Fans.
  • Die Anzahl der Fans ist jedoch zweitrangig, wichtig sind die aktiven Fans.
  • Als KPI empfiehlt sich daher die Anzahl der Unique Active Users.
  • Die beste Werbe-Performance  liefern zur Zeit gesponserte Meldungen und Meldungen über Seitenbeiträge.
  • Eine CTR von 0,4% ist hier schon sehr hoch.
  • Die CTR bestimmt dabei den CPC.
  • Nutze URL Shortener um zu sehen, welche deiner Facebook-Integrationen am besten funktioniert.

 

Abgeschlossen wurde der erste Tag durch die Keynote von André Morys. Sehr lebendig wurde hier die Vielschichtigkeit der Conversion Optimierung aufgezeigt. Conversion Optimierung ist in erster Linie eine Optimierung der Kundenorientierung. Unternehmen setzten den Fokus derzeit noch auf anderen Gebieten:  six_sigma_DMAIC

  • Die Ausgaben für Traffic-Gewinnung  und Conversion Optimierung stehen im einem Verhältnis von 92:1.
  • Die online Ad-Spendings steigen weiter und werden bis 2015 verdoppelt.
  • Relevanz entsteht durch die Wahrnehmung von Mustern, erkenne ich keine Muster ergibt sich keine Bedeutung.
  • Spreche mit Menschen und ziehe nicht nur Zahlen zu rate.
  • Kein CRO-Prozess ist ein Konversion Killer.
  • Orientiere dich am DAIMC Prozess.
  •  

Die Harmoniser(in):

Amy Africa schwor die komplette Konferenz auf das Thema “Optimierung von mobilen Inhalten” ein. Harmonisch war dies zwar nicht, interessant trotzdem. Zusammenfassen würde ich Ihren Vortrag zu “Mach es wie die Wii, from a moblie perspective”:

  • Der Weg zur mobile Optimierung:  Optimiere deine Mails für mobil, baue im zweiten Schritt eine mobil Seite und im dritten eine mobil Navigation.
  • Mach deine Seiten schnell.
  • Habe 1 Ziel und lasse verschiedene Ziele nicht konkurrieren.
  • Befinden sich die Nutzer auf deiner mobilen Seite, dann lasse Sie anrufen, schicke Sie nicht auf deine Webseite.
  • Mobil darf eine Seite max. 2,5 Screens lang sein.
  • Baue eine mobile Seite und keine mini Ausgabe deiner Webseite.
  • Die Suche muss groß sein und im Zentrum deiner Seite.
  • Messe deinen mobilen Auftritt, Google Analytics ist dabei nicht die beste Wahl.

 

Der Traditionalist:

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Disziplin

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Genuss

Getreu dem Motto “Der Mensch kann zwar tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.” sprach Dr. Hans-Georg Häusel über das Thema Neuromarketing und über die Tatsache, dass 70%-80% unserer Entscheidungen unbewusst ablaufen. Durch ein von Ihm entwickeltest Modell soll man ein besseres Verständnis für Kunden, Kaufentscheidungen und Conversion Optimierung entwickeln:

  • Konsumenten lassen sich in folgende Gruppen aufteilen: Abenteurer,  Performer, Disziplinierter, Traditionalist, Harmonizer, Genießer, Hedonist. (siehe PDF)
  • Die einzelnen Gruppen haben stark unterschiedliche Bedürfnisse und bedürfen einer separaten Ansprache.
  • Weg vom Abstrakten und hin zur Sprache des Hirns. (z.B. Mit dieser Software können Musik aufnehmen, Mischen und ins Internet hochladen).
  • Der Großteil der Bevölkerung ist vom Internet überfordert.
  • Mache das Netz persönlicher.
  • Weitere interessante Erkenntnisse zum Thema Neuromarketing und ca. 80% der Vortags finden sich hier.

Neben den hier aufgeführten Vorträgen gab es noch einige weiterer Highlights, insbesondere ein Vortrag zum Thema Newsletter-Marketing. Eventuelle folgt ein Nachschub in einem weiteren Beitrag.

Zählte die Conversion Conference im Jahr 2010 noch zu meinem Konferenz-Highlights und Ihr Inhalt überzeugte zu 100%, so war es in diesem Jahr nicht mehr ganz so spektakulär. Im nächsten Jahr startet man mit einem leicht geändertem Format und wird das Thema Conversion Optimierung sicher weiter nach vorne bringen.  Freue mich über Ihre Fragen, Kommentare und Anregungen.

Weitere Recaps zur Conversion Conference Hamburg 2011:

 

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