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A Marketer’s Dream, wie Unternehmen Neukunden ignorieren

Was gibt es bei der Gewinnung von Neukunden zu beachten und wie gewinne ich Kunden die meine Konkurrenten eventuelle gar nicht beachten? Mit dieser Frage beschäftigt sich dieser Artikel und gibt dazu ein paar Denkanstöße. Für ein Kundenprojekt stand ich vor kurzem vor einem ähnlichen Problem. Und anstelle das Rad neu zu erfinden schaut man am besten erste einmal, wie die Mitbewerber agieren. Das Ergebnis war recht erfreulich bzw. für die Mitbewerber ernüchternd. Nach wie vor scheint eine Taktik ala. “Wolle Rose kaufen?” erstaunlich beliebt zu sein. Das der kürzeste Weg zwischen einem Unternehmen und einem Kunden nicht immer der beste ist, zeige ich an ein paar Beispielen, aus diesen wird auch ersichtlich, wie große deutsche Unternehmen zielsicher Ihr Potential bei möglichen Neukunden verschenken.

Die stärke des online Marketings liegt bekanntlich darin, dass man die Nachfrage und Kunden sehr genau beobachten und Erfolge genau messen kann. Die Arbeit mit der immer gleichen Datenbasis, den immer gleichen Tools und Denkmustern birgt aber auch Risiken. Vermutlich hat jeder die Einfallslosigkeit der Werbetreibenden schon selbst erlebt. Bei dem Besuch einer Touristenhochburg erlebt man dies originelle Verhalten im Sekundentakt. Mitarbeiter von Restaurants und Bars stehen mit Beginn des Sonnenuntergang vor Ihren Lokalitäten und rufe den Spaziergängern wild zu, Sie sollen doch bitte sofort in Ihr Restaurant kommen. Diese Menschen arbeiten im übertragenden Sinne mit der selben Datenbasis, den selben Tools und den selben Denkmustern. Mit einem solchen Verhalten kann man Kunden nicht wirklich gewinnen und die Margen werden im Laufe der Zeit gegen Null tendieren.

Dieses Verhalten der “kleinen” Restaurantbesitzer ist auch bei “professionelleren” Unternehmen zu beobachten. Hier ein paar Beispiele aus der Lebensmittelindustrie und der Autobiomobilbranche.

Da die Mehrheit der Konsumenten sich mittlerweile im Internet über Produkte Informiert, sollte man davon ausgehen, dass die online Strategie eine Unternehmens die gesamte Unternehmens Strategie in weiten Teilen abbildet.

Wie verhalten sich die Unternehmen nun also online? Als Stichprobe untersuche ich dazu die SEO-Aktivitäten der Firmen.

  • Lebensmittelindustrie:

Die Unternehmen “Maggi” und “Knor” ranken zu den Top-Suchbegriffen “Rezepte” und “Kochen” in den Top 10. Dr Oetker schafft es noch in die Top 20. Die Nische scheint für die Unternehmen schon nicht mehr interessant. Begriffe wie “gesund essen”, “schnelle rezepte” und “leckere rezepte”. werden von den Unternehmen der Lebensmittelindustier außer acht gelassen. Einzig Nestle begreift den Essens-Trend, hin zu Qualität als Teil der SEO-Startegie. Für den Suchbegriff “Gesund Essen” rankt das Unternehmen in den Top 5. Gerade für kleinere Player bietet sich hier großes Potential. Beispiel Frosta: Das Unternehmen spezialisiert sich auf gesunde, einfach zu zubereitende Fertiggerichte, verpasst jedoch die Chance der Neukundengewinnung. Siehe Suchtrend-Diagramm:

  • Automobilbranche:

Hier zeigt sich ein ähnliches Bild, zu den Begriffen “sprit sparen”, “hybridauto”, “wenig verbrauch” und “wenig verbrauch auto” rankt kein einziger Hersteller in den Top 10 der deutschen Google-Suche. Der Daimler-Blog schafft es für einen Begriff in die Top 20 und ist damit die Nr 1. Hoffen wir, dass die Unternehmen die Zeit bis zum Ende der Finanzkrise nutzen um sich hier besser zu positionieren. Denn spätestens dann, steigen die Benzinpreise erneut.

Suchtrends Automobilbranche

Suchtrends Automobilbranche

  • Ein ähnliches Verhalten etablierter Unternehmen zeigt sich in vielen anderen Branchen so z.B. in der Energiewirtschaft und in Teilen der Tourismus Branche.

Diese kurze Analyse erhebt keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit und verzichtet sogar auf die Untersuchung zusätzlicher Online-Aktivitäten. Unternehmen jeder Branche soll Sie jedoch Denkanstöße geben.

Fazit: Die Zeiten einer teuren Marktanalyse scheinen gezählt. Anstelle teurer Umfragen reicht heute ein Blick ins Web um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Interessenten und Kunden ticken. Dabei lohnt sich ein Blick abseits der allseits bekannten Wege, hierdurch verbessert sich das Verständnis für den Kunden und das Image des eigenen Unternehmens. Selbst Unternehmen mit großen Marketing Spendings verschenken aktuelle dieses Potential. Nehmen Sie Ihre Kunden also ernst, interessieren Sie sich für deren Bedürfnisse und differenzieren Sie sich entsprechend. Besonders kleinerer Unternehmen können Ihre Bekanntheit so noch weiter steigern. In Ihre Beziehung zum Kunden ist der kürzeste Weg nicht immer der Beste.

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